Zentrale Fragen der Digitalisierung aus Sicht von ver.di

Im Schulterschluss mit der deutschen Industrie will Microsoft das von Bundeskanzlerin Angela Merkel umrissene „Digitale Wirtschaftswunder“ in Deutschland möglich machen. Mit einem „Memorandum für ein Digitales Wirtschaftswunder“ wendet sich Microsoft an Politik und Wirtschaft und benennt zehn gemeinsame Themenfelder, in denen Handlungsbedarf besteht.
In seinem Gastbeitrag beschreibt Karl-Heinz Brandl, Bereichsleiter Innovation und Digitalisierung bei ver.di, die Veränderungen der Arbeitswelt durch die Digitalisierung:


Zentrale Fragen der Digitalisierung aus Sicht von ver.di

Karl-Heinz Brandl

Karl-Heinz Brandl

Die Veränderungen durch Digitalisierung (Wirtschaft 4.0) sind gewaltig und stellen etablierte Geschäftsmodelle und die Art, wie wir arbeiten, häufig in Frage. Die Dienstleistungsbranchen gehören zu den Spitzenreitern der hoch digitalisierten Wirtschaftsbereiche. Weiterlesen

Flexibles Arbeiten als Motor des Digitalen Wirtschaftswunders

Author: Elke FrankDie Digitalisierung ermöglicht uns, unabhängig von Ort und Zeit tätig zu sein und verleiht unserem (Arbeits-)Alltag eine neue, produktivere Struktur. Wer heute im Café, während des Schwimmunterrichts der Kinder oder im Flugzeug auf Geschäftsreisen arbeitet – aber eben nicht mehr ausschließlich in den klassischen Büroräumen von nine-to-five –, gilt nicht mehr wie vor vielen Jahren noch als Exot, sondern viel mehr als Vorreiter. Es sind aber nicht nur die Mitarbeiter selbst, die von einer flexibleren Arbeitsgestaltung profitieren, sondern auch die Unternehmen und der gesamte Wirtschaftsstandort Deutschland. Eine Untersuchung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hat herausgefunden, dass Unternehmen mit flexiblen Arbeitsmodellen zu 11 bis 14 Prozent mehr neue oder verbesserte Produkte auf den Markt bringen als solche mit herkömmlichen Arbeitszeitregelungen. Wir sprechen also völlig zurecht von einem Digitalen Wirtschaftswunder , angeschoben und vorangetrieben mit der Kraft moderner Technologien. Weiterlesen

Innovationen „Made in Germany“

Author: Henrik Tesch

Joseph Schumpeter war ein echter Visionär des Digitalen. Schon 1942 prägte der österreichische Nationalökonom das Konzept der „schöpferischen Zerstörung“ für die permanente Erneuerung der Wirtschaftsstruktur durch neue, innovative Geschäftsmodelle. Oft muss das Alte gehen, bevor das Neue seine revolutionäre Kraft entfalten kann. Nichts anderes meinen wir heute, wenn wir von Innovationen durch disruptive Technologien sprechen. Ganze Märkte werden umgewälzt, neue geschaffen, und am Anfang dieses rasanten Wandels stehen oft Startups mit einer genialen Geschäftsidee. Startups sind die Game Changer der Wirtschaft, die Impulsgeber für ein digitales Wirtschaftswunder.

Deshalb bin ich überzeugt: Der radikale Wandel von Geschäftsmodellen durch digitale Innovationen wird zum prägenden Merkmal des 21. Jahrhunderts. Praktisch alle Branchen entsteigen der analogen Welt und bewegen sich mit großen Schritten in Richtung digitaler Zukunft. Weiterlesen

Wie gewinnt Deutschland den Wettlauf der Digitalisierung?

Author: Alastair Bruce

Vor Kurzem sprach ich auf Einladung der Atlantikbrücke e.V. mit Franz Fehrenbach, Aufsichtsratsvorsitzender der Robert Bosch GmbH, und Friedrich Merz, dem Vorsitzenden der Atlantikbrücke, zu Industrie 4.0 und der Digitalisierung der Wirtschaft.

Einig waren wir uns darin, dass der „Wettlauf um die digitale Revolution“ längst begonnen hat und Deutschland sich bewegen muss, um in diesem Rennen einen Spitzenplatz und damit eine Führungsrolle als digitalisierter Industriestandort einzunehmen. Die größte Herausforderung für Deutschland ist meines Erachtens Agilität: Wir stehen im Wettbewerb mit Länder wie den USA, China und Indien, in denen die Digitalisierung der Wirtschaft in hohem Tempo voranschreitet.

Wenn wir die Wettbewerbsvorteile der deutschen Großindustrie und des Mittelstands weiter ausbauen wollen, Weiterlesen