Digitale Welt gehört zum Alltag von Kindern

thumb_80x80_StephanHohmann Sie hören Kinderlieder auf Portalen wie Youtube, schauen sich Videos an oder recherchieren in Suchmaschinen nach bestimmten Themen: Die digitale Welt gehört zum Lebensalltag von Kindern in Deutschland. Mehr als die Hälfte der 8-Jährigen (55 Prozent) ist regelmäßig online. Von den 6-Jährigen geht fast ein Drittel ins Internet, und bei den 3-Jährigen ist es bereits jedes zehnte Kind. Das ergab eine aktuelle Studie, die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig in dieser Woche gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) und dem Heidelberger Sinus-Institut in Berlin vorgestellt hat.

Umgang mit neuen Medien fördern
„Eltern möchten ihren Kindern einen guten Start in eine Gesellschaft ermöglichen, die sich zunehmend digital organisiert. Deshalb müssen Kinder von Anfang an die Chance haben zu lernen, wie sie gut und souverän mit Medien umgehen“, erklärte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Kindern den Weg ebnen
Eine interessante Erkenntnis der Studie ist: Je häufiger und selbstverständlicher die Eltern selbst im Netz unterwegs sind, desto eher sind auch ihre Kinder online und desto selbstsicherer präsentieren sich diese hinsichtlich ihrer eigenen Internetkompetenzen. „1,2 Millionen Drei- bis Achtjährige bewegen sich regelmäßig im Internet. Ob sie überhaupt online sein sollten, scheint vor diesem Hintergrund von der Realität überholt. Es muss vielmehr diskutiert werden, wie Kindern der Weg in eine chancenreiche Zukunft geebnet werden kann und wie sie auf eine Welt, in der kaum noch etwas ohne Internet gehen wird, vorbereitet werden können“, sagte Joanna Schmölz, Stellvertretende Direktorin des DIVSI.

Eltern fordern Medienbildung
Die rund 1.900 befragten Eltern setzen sich für eine frühzeitige Medienbildung ihrer Kinder ein. „Es ist ein klares Signal, dass dreiviertel der befragten Eltern der Meinung sind, dass ihre Kinder den Umgang mit neuen Medien von klein auf an lernen sollten, um mit den gesellschaftlichen Veränderungen Schritt halten zu können“, betonte die Bundesfamilienministerin, die selbst Mutter eines achtjährigen Sohnes ist. Das Fazit der Studie: Kinder benötigen eine qualifizierte und umfassende Vorbereitung auf die digitalisierte Welt. Denn nur durch einen kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit neuen Medien sind die jungen Anwender in der Lage, diese Kulturtechniken sinnvoll und nutzbringend für die Schule und später in Ausbildung und Beruf einzusetzen.

Veröffentlicht von Stephan Hohmann, Leiter der Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“

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