Coding-Camp macht Lust auf‘s Lernen

Author: Inger Paus

Manchmal genügen 72 Stunden, um über sich hinauszuwachsen. Das haben 82 Schülerinnen und Schüler aus Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen auf dem Coding-Sommercamp am Beetzsee in Brandenburg bewiesen. Der dreitägige Workshop vom 8. bis zum 10. Juni ist das bisherige Highlight der Bildungsinitiative Code your Life von Microsoft, die im Dezember 2014 als Pilotprojekt gestartet wurde. Dem Ziel, Mädchen und Jungen die Möglichkeit zu geben, aktiv neue Medien mitzugestalten, Apps zu entwickeln und eigene Animationen zu programmieren, ist Microsoft damit erneut einen großen Schritt nähergekommen.

High-Tech in einer vollkommen neuen Lernumgebung zu erleben, über mehrere Tage lang mit Schülern und Lehrern anderer Klassen und Schulformen zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen – im Coding-Camp wurde dies jetzt möglich. Vor den Toren Berlins, fernab vom Großstadtlärm und umgeben von Wiesen und Wäldern, beschäftigten sich die Mädchen und Jungen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren in der PerspektivFabrik Haus am See intensiv mit dem Programmieren, der Sprache des 21. Jahrhunderts.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wie viel Spaß die Schüler und Lehrer dabei hatten, habe ich bei meinem Besuch im Camp beobachtet. In der großen Turnhalle, die in ein Klassenzimmer der Zukunft verwandelt worden war, experimentierten und forschten die jungen Teilnehmer in altersgemischten Gruppen an unterschiedlichen Programmier-Stationen. Unterstützt durch Medienpädagogen und Microsoft-Technologieexperten stellten sie sich gemeinsam voller Motivation und hochkonzentriert den einzelnen Herausforderungen. Aufgaben, die ihnen sichtlich Lust auf Lernen machten: Computergesteuerte Sphero-Bälle erstrahlten in leuchtenden Farben und rollten durch die Halle. An einem anderen Arbeitstisch entstanden kleine Kunstwerke aus Halbkreisen und Spiralen mithilfe des Miniroboters Mirobot. Die Nachwuchs-Programmierer entwickelten sogar eine eigene Twitterwall, die mit Tweets und Bildern über berühmte Wissenschaftler informierte.
„Die Kinder und Jugendlichen werden zu kreativen Gestaltern. Selbst schwache Schüler schaffen sich eigene Erfolgserlebnisse, die sie anspornen, weiterzumachen“, sagte mir Bernhard Wagner, Mathematik- und Physiklehrer an der Heinrich-Heine-Gesamtschule in Duisburg. Der 62-Jährige Lehrer, der eine Schwerpunktklasse Informatik an seiner Schule unterrichtet, nutzt regelmäßig die „Code your Life“-Unterrichtsmodule. „Die Kinder sind davon so begeistert, dass sie nach Ende der Doppelstunde am liebsten weitermachen würden. Das erlebt man als Lehrer nicht oft.“

Was mich besonders gefreut hat: Mädchen sind im Programmieren mindestens genauso fit wie die Jungen. Die Pädagogen beobachten regelmäßig, dass Mädchen strukturierter an die Programmier-Aufgaben herangehen als Jungen und dadurch oft schneller zu besseren Ergebnissen kommen. Das stärkt das Selbstbewusstsein und ermutigt sie zum Weitermachen – und uns auch!

Der nächste Schritt der „Code your Life“-Initiative steht bereits fest: Neben den Kindern und Jugendlichen möchten wir vor allem Schulen und Lehrer mit inspirierenden Fortbildungen und Unterrichtskonzepten begeistern. Denn sie sind es, die durch ihr Engagement und ihre Unterrichtsgestaltung das Interesse der Jugendlichen für die Berufswelt von morgen wecken.

Veröffentlicht von Inger Paus, Leiterin Gesellschaftliches Engagement, Microsoft Deutschland

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s