Anzahl behördlicher Anfragen rückläufig

Author: Henrik Tesch

Mit dem Law Enforcement Requests Report veröffentlichen wir seit 2013 zweimal jährlich die Zahl der Anfragen auf Herausgabe von Daten, die Behörden und andere staatliche Stellen an uns stellen. Weltweit erreichten uns im zweiten Halbjahr 2014 31.002 Anfragen, davon 4.192 in Deutschland, die sich auf 7.629 Nutzer bzw. Accounts bezogen.

Insgesamt zeichnet sich ein Rückgang behördlicher Anfragen ab. Im Zeitraum von Januar bis Juni 2014 hatten Microsoft noch 5.183 Anfragen aus Deutschland erreicht. Auch international ist dieser Trend zu erkennen: Die Zahl der Anfragen von Juli bis Dezember 2014 lag mit 31.002 um etwa zehn Prozent unter dem Wert des vorangegangenen Halbjahres mit 34.494 Anfragen weltweit.

Trotz der Tatsache, dass die Anzahl der Anfragen insgesamt rückläufig ist, kamen auch in der zweiten Jahreshälfte 2014 rund 70 Prozent aller weltweiten behördlichen Anfragen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, der Türkei und den Vereinigten Staaten.

Ein gegenläufiger Trend ist bei der Ablehnung von Anfragen zu erkennen. Diese nimmt – in Deutschland wie auch international – zu. Im zweiten Halbjahr 2014 haben wir in Deutschland 5,7 Prozent der Anfragen abgewiesen, da hierfür die rechtliche Grundlage fehlte. Im Halbjahr zuvor waren es noch 3,4 Prozent gewesen. Microsoft übermittelte bei fast 80 Prozent der behördlichen Anfragen aus Deutschland Daten an die Behörden. Dabei handelte es sich ausschließlich um Transaktionsdaten oder allgemeine Informationen wie Namen und Rechnungsadressen.

Behördliche Anfragen Juli bis Dezember 2014

Behördliche Anfragen Juli bis Dezember 2014

In den vergangenen Wochen haben wir viel vom Digitalen Wirtschaftswunder gesprochen und darüber, wie wir es verwirklichen können. Transparenz und Offenheit gegenüber Kunden sind hierfür grundlegend. Das heißt für uns als IT-Anbieter, dass wir unsere Kunden über die Weitergabe von persönlichen Daten informieren, wenn offizielle Stellen auf die Daten unserer Kunden zugreifen wollen. Der Law Enforcement Request Report ist hierzu ein wichtiger Beitrag.

Veröffentlicht von Henrik Tesch, Direktor Politik und gesellschaftliches Engagement, Microsoft Deutschland GmbH

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