Ran an die Rechner!

Author: Stephan HohmannDie Welt wird jeden Tag smarter. Digitale Technologien durchdringen unseren Alltag bereits auf vielfältige Weise: Die Navi-App in der Hosentasche, das smarte Fitness-Armband oder die vernetzte Waschmaschine – das alles gibt es längst und erleichtert den Menschen das Leben. Jeder kann es spüren: Reale und digitale Welt wachsen immer schneller zusammen. Der digitale Fortschritt fällt dabei freilich nicht vom Himmel. Hinter den smarten Ideen stecken viele kluge Köpfe, kreative Ideen und kompetente Programmierer, die Visionen in eine Form bringen können. „Coden“ und das aktive Gestalten von technologischen Innovationen werden künftig weit mehr noch zu einer Kernkompetenz auf dem Arbeitsmarkt. Wer digitale Technologien souverän beherrscht und smarte Lösungen entwickelt, hat im Berufsleben die Nase vorn. Die ITK ist keine Insel – sondern eine Querschnittstechnologie, die alle Branchen und Industriezweige rasant verändert.

Bislang sehen sich die meisten Menschen indes mehr als Konsumenten denn als Produzenten digitaler Innovationen. Microsoft unterstützt deshalb junge Menschen in ihrer digitalen Souveränität mit der Initiative „Code your Life“: Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren erfahren dort, wie aufregend das Entwickeln einer neuen App oder das Programmieren einer Animation sein können. Junge Menschen sind neuen Technologien gegenüber sehr aufgeschlossen. Sie entwickeln einen spielerischen Zugang zum Thema – und schaffen damit wie nebenbei die Basis für die vielleicht wichtigste Schlüsselqualifikation der Zukunft. Schon heute werden händeringend IKT-Fachleute gesucht. Mehr noch: Programmieren ist keineswegs eine einsame Nerd-Veranstaltung. Im Gegenteil: Bildungsexperten betonen immer wieder, dass „Coden“ logisches Denken, Problemlösungskompetenz und soziale Fähigkeiten wie Teamarbeit fördert.

Leider fristet der Informatikunterricht an unseren Schulen jedoch immer noch ein Schattendasein. Deutschlands Achtklässler spielen international nur im digitalen Mittelfeld, wie die erste Vergleichsstudie ICILS („International Computer and Information Literacy Study“) gezeigt hat. Nur ein kleiner Teil der hierzulande getesteten Schüler erreichte die Spitzengruppe. Fast ein Drittel konnte auf der anderen Seite nur mit basalen oder rudimentären PC-Kenntnissen aufwarten. Obgleich die Ausstattung der deutschen Schulen mit digitalem Handwerkszeug immerhin im internationalen Mittelfeld liegt, werden die neuen Medien im Unterricht zu selten genutzt. Deutschland hat also Nachholbedarf: Denn die frühzeitige Vermittlung von Programmierkenntnissen ist entscheidend für die künftige Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes.

Einen wirklich schönen Lichtblick gibt es allerdings auch: Mädchen schneiden im mittleren Kompetenzniveau in der ICILS-Studie deutlich besser ab als Jungen. Jungen sind im Hinblick auf ihre PC-Kenntnisse zwar selbstbewusster. Doch Mädchen zeigten fast überall auf der Welt bessere Leistungen. Darauf kann man aufbauen. Denn ohne die Fähigkeiten von Frauen wird sich die Fachkräftebasis für die Digitalwirtschaft nicht sichern lassen. MINT-Kompetenzen werden dabei immer wichtiger – vor allem innovative Unternehmen beschäftigen einen hohen Anteil von mathematisch und naturwissenschaftlich ausgebildeten Akademikern. Zuletzt war der Frauenanteil in den MINT-Studiengängen jedoch wieder rückläufig. Microsoft will mit „Code your Life“ auch hier gegensteuern. Mädchen, die frühzeitig den Umgang mit digitalen Technologien erleben, werden als junge Frauen eher zu begeisterten Mathematikerinnen oder Ingenieurinnen. Übrigens: Auf der Cebit Mitte März stach der Frauenmangel in der digitalen Welt kürzlich wieder besonders ins Auge: „Wenn man Frauen sieht, sind es Hostessen“, bemerkte Gesche Joost, Internetbotschafterin der Bundesregierung, ganz treffend. Wir meinen: So soll das nicht bleiben. Männerjobs sollen auch Mädchensache werden!

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Veröffentlicht von Stephan Hohmann, Program Manager Citizenship

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