Initiationsriten für Digital Natives: Microsoft startet „Code your Life“-Initiative

Inger Paus

Inger Paus

Vergangene Woche hat wieder einmal hat eine Bildungsstudie für Schlagzeilen gesorgt: Laut der jüngst vorgestellten ICILS-Studie verfügt ein Drittel der Schüler in Deutschland nur über rudimentäre Computerkenntnisse. Um es mal konkret zu machen: Viele Achtklässler können zwar einen Hyperlink anklicken, ihn in einen Text einzubauen, übersteigt dagegen oftmals ihre Kenntnisse. Diese Schüler werden es „voraussichtlich schwer haben, erfolgreich am privaten, beruflichen sowie gesellschaftlichen Leben des 21. Jahrhunderts teilzuhaben“, schlussfolgern die Bildungsforscher an der TU Dortmund, die den deutschen Teil der internationalen Vergleichsstudie koordiniert haben.

Der kleine Triumph, dass die „Digital Natives“ nun doch nicht so smart sind, wie Eltern und Lehrer immer glauben, will sich jedoch nicht einstellen. Denn perspektivisch sei laut Studie davon auszugehen, dass Deutschland ohne eine konzeptionelle Verankerung digitaler Medien im Schulunterricht im internationalen Vergleich auch zukünftig nicht über ein mittleres Leistungsniveau hinaus kommen wird. Das passt dann leider so gar nicht zu der Vision von der digitalen Marktwirtschaft in Deutschland, denn die wird ohne Arbeitnehmer, die kompetent mit Computer und Smartphone umgehen können, nicht Wirklichkeit werden.

Wie man Medienkompetenz auch anders vermitteln kann, hat Microsoft gemeinsam mit dem 21st Century Competence Center im Rahmen eines Coding-Workshops mit 10-12jährigen Schülern getestet. Anlass war die internationale „Computer Science Education Week“, mit der wir auch den Startschuss für unsere neue Bildungsinitiative CodeyourLife gegeben haben. Rund 70 Schülerinnen und Schüler von Berliner Pilotschulen konnten an verschiedenen Workshop-Stationen selbst ausprobieren, wie einfach und kreativ Programmieren sein kann. Microsoft Student Partner und Gründer von Technologie-Startups gaben den Jugendlichen Einblicke in ihren Arbeitsalltag. Mit CodeyourLife wollen wir Mädchen und Jungen so früh wie möglich grundlegende Programmierkenntnisse und damit auch Schlüsselkompetenzen wie Problemlösungsdenken oder Teamarbeit als Grundlage für eine erfolgreiche schulische und berufliche Karriere näherbringen.

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Dass dieser Ansatz funktioniert, bestätigen die Lehrer der Sechstklässler: „Die Schüler gehen mit sehr viel Spaß an die Sache heran und kommen zu einer Lösung, was sehr wichtig für sie ist. Ich finde es spannend zu sehen, wie gut die Schüler mit der Technik zurechtkommen und sich den Aufgaben stellen. Es ist faszinierend zu sehen, mit welcher Konzentration sie bei der Sache sind“, so Thomas Schirm, Lehrer für Deutsch, Englisch und Informationstechnische Grundbildung des Berliner Rosa-Luxemburg-Gymnasiums. Seine Kollegin Kati Künne von der Hausburgschule Berlin pflichtet ihm bei: „In den Elternhäusern können unsere Kinder in der Regel alle auf einen Computer zurückgreifen. Da sie diesen aber hauptsächlich nutzen, um Spiele zu spielen, fehlt ihnen das Wissen, wie sie neue Technologien sinnvoll als Arbeits- und Lernwerkzeuge einsetzen können. Auf den heutigen Workshop haben die Schüler sich deshalb sehr gefreut.“

Die „Computer Science Education Week“ vom 8.-14. Dezember ist eine weltweite Initiative der Non-Profit-Organisation Code.org. mit dem Ziel, Computerwissenschaften breiter bekannt zu machen und auf den Lehrplan zu bringen. Auch Microsoft ist mit weiteren Workshops in Deutschland vertreten. Informationen zum Einstieg ins Programmieren, Online-Tutorials für Kinder und die kommenden Veranstaltungen gibt es auf der Initiativen-Website http://code-your-life.org.

Veröffentlicht von Inger Paus, Leiterin Gesellschaftliches Engagement von Microsoft Deutschland

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