Mehr Offenheit zwischen Verwaltungen und Bürgern

thumb_80x80_thomas_langkabelDemonstrationen, Protestcamps und Mahnwachen sind oft Ausdruck eines verfehlten Dialogs zwischen Kommunen und ihren Bürgern und der Schrecken jedes Lokalpolitikers. Großprojekte wie Stuttgart 21 können um Jahre verzögert werden und sich um ein Vielfaches der geplanten Kosten verteuern.

Werden Bürgern dagegen schon frühzeitig in die Entscheidungsabläufe von Großprojekten eingebunden, funktioniert die Kommunikation reibungsloser. Unter dem Begriff Open Government nutzen immer mehr Kommunen die Potenziale der Informationstechnologien für eine leistungsfähige öffentliche Verwaltung und für mehr Bürgerbeteiligung. Vor allem auf Cloud-Technologien basierende Lösungen ermöglichen es ihnen dabei, unkompliziert, schnell und zu geringen Kosten einen vielstimmigen Willensbildungsprozess von und mit den Bürgern abzubilden.

Wie gut diese E-Partizipation zwischen der öffentlichen Hand und den Bürgern funktionieren kann, beweist das aktuelle Projekt der Stadt Ulm. Um mit ihren Einwohnern über ein öffentliches Bauprojekt schon frühzeitig in den Dialog zu treten, richtete die Verwaltung eine Internetplattform ein, auf der interessierte Nutzer Fragen stellen, Informationen kommentieren oder ihre Meinungen kundtun können. Eingerichtet wurde die Internetseite ohne großen Aufwand über die Partizipationslösung OpenDoors des Berliner Unternehmens zebralog. Die Open Source-Plattform wird über die Microsoft Azure Cloud zur Verfügung gestellt.

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Die Vorteile dieses kostenlosen web-basierten Portals sind überzeugend: Die Plattform kann sofort nach der Installierung für den Kommunikationsaustausch eingesetzt werden. Genauso schnell lässt sie sich auch wieder herunterfahren. Sie ist kostenlos und skalierbar. Das heißt, egal, wie viele Personen sie nutzen, um sich an kommunalen Fragestellungen und Projekten zu beteiligen – die Kapazität der Plattform ist beliebig erweiterbar. Ein weiterer entscheidender Faktor: Die Bürger können das Portal auch über ihre mobilen Endgeräte aufrufen und Informationen in sozialen Netzwerken teilen.

Ulm hat bereits positive Erfahrungen mit OpenDoors und dem dadurch neu gewonnenen engen Kontakt zur Bürgerschaft gemacht. Die Stadt wird auch weiterhin auf die Open Source-Partizipationslösung setzen. Auf diese Weise lassen sich Bürgernähe und ein stadtpolitisches Miteinander sinnvoll und kostensparend realisieren und gleichzeitig die Offenheit herstellen, die den wachsenden Ansprüchen der Bürger und den Möglichkeiten des digitalen Zeitalters entspricht.

Veröffentlicht von Thomas Langkabel, National Technology Officer von Microsoft Deutschland

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