Chancen schaffen für Kinder und Jugendliche

Inger Paus

Inger Paus

Deutschland kann sich keine verlorene Generation leisten
Jung, motiviert, erfolgreich – so stellen sich Jugendliche ihre berufliche Zukunft vor. Doch der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt ist kein Kinderspiel.
Mit welchen Projekten Microsoft Bildungschancen für Kinder und die Chancen von Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt verbessern möchte, berichte ich in einem weiteren Blogpost. Darin geht es auch um die Initiativen, die Microsoft ins Leben gerufen hat, um Mädchen wie Jungen für das wachsende IT-Berufsfeld zu begeistern.

Doch zunächst zur Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen: Die Finanzkrise hat weltweit wie auch in Europa zu sichtbaren gesellschaftlichen Verwerfungen geführt. Die Leidtragenden sind nicht nur die ohnehin sozial Benachteiligten und wirtschaftlich Schwachen, sondern vor allem auch Kinder und Jugendliche, auf denen eigentlich alle Hoffnung für die Zukunft ruht. Nach den Jugendprotesten in Spanien oder den Medienberichten aus Griechenland wurde bereits eine „verlorene Generation“ ausgerufen.

Deutschland hingegen scheint nahezu immun zu sein: Die Jugendarbeitslosigkeit ist gemessen am EU-Durchschnitt mit 7,9 % sensationell niedrig und liegt gleichauf mit der allgemeinen Arbeitslosenquote. Aber es lohnt ein Blick in weitere Statistiken, um nicht Gefahr zu laufen, sich mit dem Status Quo wohlzufühlen – zumal die tatsächliche Jugendarbeitslosigkeit laut Schätzungen des DGB seit Jahren bei konstant 15 % liegt.

Jugendarbeitslosigkeit in der EU

Jugendarbeitslosigkeit in der EU

Globale Initiative YouthSpark will Zukunftschancen für 300 Millionen Jugendliche verbessern
Angesichts von 74,5 Millionen Jugendlichen, die weltweit keine Arbeit und kaum Zukunftsperspektiven haben, hat Microsoft 2012 die globale Initiative „YouthSpark“ ins Leben gerufen. Das erklärte Ziel: Die Bildungschancen, Beschäftigungsfähigkeit und unternehmerischen Ambitionen von mehr als 300 Millionen Jugendlichen weltweit zu fördern und zu verbessern.

YouthSpark Impact Map

YouthSpark Impact Map

Die Zwischenbilanz der ersten beiden Jahre kann sich sehen lassen: 227 Millionen junge Menschen in über 100 Ländern haben bis heute von lokalen YouthSpark-Programmen profitiert. Die Initiative ist deshalb so erfolgreich, weil Microsoft lokale YouthSpark-Aktivitäten umsetzt, die sehr spezifisch auf die Situation in den verschiedenen Ländern eingehen. So auch in Deutschland.

Nehmen wir Berlin und fangen wir da an, wo sich Bildungs- und Berufschancen entscheiden: Jedes zehnte Vorschulkind in Berlin ist auf gezielte Sprachförderung angewiesen (Berliner Sprachstandserhebung 2013) und ein Sechstel der Grundschülerinnen und -schüler erreicht nicht die dritte Lesestufe (IGLU 2011). Diese Kinder haben deutlich schlechtere Chancen für eine erfolgreiche Schullaufbahn – mit erheblichen Folgen. Denn das Problem setzt sich fort: Die Schulabbrecherquote lag in Berlin 2012 bei 8,8 %. Insgesamt 13.114 Jugendliche im Alter von 15 bis 25 Jahren hatten in Berlin 2014 keinen Berufsabschluss. Auf der anderen Seite fehlen jährlich rund 40.000 Fachkräfte in Zukunftsbranchen wie der ITK-Industrie, die entscheidend sind, um unseren Wohlstand künftig zu sichern.

Sowohl für Deutschland als Wirtschaftsstandort wie auch für unseren sozialen Frieden ist der Preis hoch. Kurzum: Wir können uns eine verlorene Generation in Deutschland nicht leisten. Politik und Gesellschaft sind gefordert, gleiche Bildungschancen für alle Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Was Microsoft Deutschland dafür tut, beschreibe ich in einem weiteren Blogpost.

Veröffentlicht von Inger Paus, Leiterin Gesellschaftliches Engagement, Microsoft Deutschland GmbH

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