Mobile Kommunikation: Wie medienkompetent sind wir?

Author: Matthias Sachs

Ständige Erreichbarkeit durch mobile Kommunikation, Unterhaltungen in Echtzeit via neuester Apps, rasanter Datentransfer über große Distanzen: Das ist die neue digitale Realität. Dabei ist besonders für die junge Generation die Pflege sozialer Beziehungen ohne mobile Endgeräte kaum noch vorstellbar. Kritiker neuer Informations- und Kommunikationstechnologien führen in diesem Zusammenhang immer wieder an, dass der persönliche Kontakt durch den rein virtuellen Austausch nahezu vollständig ersetzt werde. In der Tat haben digitale Medien in den vergangenen 20 Jahren enormen Einfluss auf unser Kommunikationsverhalten gewonnen. Im vorläufigen Ergebnis stehen zahlreiche Chancen und Herausforderungen.

Am 28. November diskutierten wir mit Podiumsteilnehmern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „Digitales Deutschland“ im Berliner Quadriga Forum intensiv darüber, welche Bedeutung diese Entwicklung für den verantwortungsbewussten Umgang mit kritischen Inhalten hat und welchen Beitrag sowohl Familie und Schule als auch die Politik und die beteiligten Unternehmen zur Vermittlung einer generationsübergreifenden Medienkompetenz leisten können.

Gleich zu Beginn der Podiumsdiskussion machte der Mainzer Erziehungswissenschaftler und Medienpädagoge Prof. Dr. Stefan Aufenanger deutlich, dass es vor allem darum gehe, unseren Kindern und Jugendlichen einen verantwortlichen und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln. Die Eltern sollten in diesem Zusammenhang eine unterstützende Rolle bei der Identifizierung von Problembereichen einnehmen und könnten gleichzeitig von der jungen Generation lernen. Michael Bültmann, Geschäftsführer von Nokia Deutschland, bezeichnete den Erwerb von Medienkompetenz als Prozess, der alle Altersklassen betreffe. Dabei dürften die Erwartungen an den Gesetzgeber nicht überstrapaziert und die positive Dynamik in Markt und Gesellschaft nicht gefährdet werden. Bültmann rief die IT-Unternehmen vielmehr dazu auf, an einem „Wettbewerb um bessere Ideen“ teilzunehmen und gerade im Bereich des Datenschutzes neue Maßstäbe zu setzen.

Im Anschluss hieran unterstrich Microsoft-Geschäftsleitungsmitglied Peter Jaeger die Verantwortung, welche sich aus innovativem unternehmerischem Handeln ableite, und betonte, wie wichtig es sei, die Möglichkeiten und Gefahren mobiler Kommunikation zu verstehen. Microsoft investiere schon heute sehr viel Energie darin, den Datenschutz von morgen zu verbessern und eine umfangreiche gesellschaftliche Medienkompetenz zu gewährleisten. Die Kinder-und Jugendbeauftragte des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Regina Kraushaar, bezeichnete diesen von den Unternehmen eingeschlagenen Weg als richtig. Darüber hinaus sollten zukünftige Produkte verstärkt „Medienkompetenz mitdenken“.

Eine Fotogalerie der Veranstaltung finden Sie hier.

Verfasst von Dr. Matthias Sachs
Government Affairs Manager, Microsoft Deutschland GmbH

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