Steve Ballmer begrüßt Schlaumäuse in Berlin

Katrin Pommer“Try not to have a good time… this is supposed to be educational.” Mit diesem Zitat des amerikanischen Cartoonisten Charles M. Schulz hat Microsoft CEO Steve Ballmer in seiner Keynote zur Zukunft des Lernens mit IT in der Berliner Humboldt-Box aus meiner Sicht wunderbar ironisch zusammengefasst, was IT-gestütztes Lernen im Kern ausmacht – nämlich der Spaß, den Kinder zum Beispiel beim Sprachelernen mit der neuen Microsoft Schlaumäuse-Software haben.

Spaß hatten auch die rund 150 geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Medien, die am vergangenen Donnerstag zur Präsentation der neuen Lernsoftware aus der Initiative „Schlaumäuse – Kinder entdecken Sprache“ in die Humboldt-Box gekommen waren. Wir erlebten einen inspirierenden Vortrag von Steve Ballmer, der seine Vision vom Lernen 3.0 mit uns teilte und sich dabei immer wieder mit einem Schmunzeln und einem sympathischen Akzent an die Aussprache des Wortes Schlaumäuse wagte.

Ballmer betonte besonders die Chancen von IT für Kinder aus bildungsfernen Familien und forderte, Lernen müsse individueller, flexibler und mobiler werden, um attraktiv für alle Kinder zu bleiben, die als digital natives heutzutage ja schon von klein auf mit dem Computer aufwachsen. Dabei schlug er aber auch immer wieder die Brücke zu seinen eigenen Kindern: Nicht nur als Microsoft-CEO, sondern auch als Vater erzählte er uns mit Faszination, wie sich seine Kinder internationale Netzwerke aufbauen, sich austauschen und so die Welt auf ganz neue Weise lernend entdecken. Aus der Vaterperspektive nicht ganz überraschend – und für alle Eltern trotzdem spannend – war die Aussage, dass selbst der Microsoft-Chef seinen Kindern für die Nutzung des Computers in der Freizeit klare Grenzen setzt.

Wie viel Computer ist gut für mein Kind – das sind ja durchaus Bedenken, die viele Eltern auch in Deutschland teilen. Die Frage, wie digitale Medien in der frühkindlichen Bildung wirklich zielgerichtet eingesetzt werden können, war daher auch zentral in der Diskussion mit Staatsministerin Dr. Maria Böhmer, dem Bildungsexperten Prof. Gerd Mannhaupt von der Uni Erfurt und Microsoft Deutschland Chef Christian P. Illek im Vorfeld von Steve Ballmers Rede. Anlass dazu gaben nicht zuletzt auch die Ergebnisse einer aktuellen Forsa-Umfrage: Fast ein Drittel der Lehrer beurteilt die sprachlichen Fähigkeiten ihrer Schüler als schlecht oder weniger gut. Noch schlechter sind Kinder mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Schichten dran.

Wie die auf Basis des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 8 komplett überarbeitete Version der Schlaumäuse Software helfen kann, die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder in Kitas und Schulen zu fördern, demonstrierte Thomas Schmidt, der Leiter des Entwicklerteams der neuen Schlaumäuse-Software bei Helliwood anhand von anschaulichen Einblicken in die Inhalte und didaktischen Elemente der Übungen. Mit echter Leidenschaft berichtete er von seinen Erfahrungen beim Einsatz der Schlaumäuse-Software in den Kitas. Und endlich kamen auch die kleinen Gäste zu Wort, die an der Entwicklung der neuen Lernsoftware direkt mitgewirkt haben. Dreißig Kinder aus drei Berliner Kitas sangen den Schlaumäuse-Song und steckten uns alle mit ihrer Begeisterung für die beiden Schlaumäuse Lingo und Lette an. So spannend die Diskussion um die Rolle der IT in der Bildung auch bleibt, einer Erkenntnis konnten am Ende sicher alle Gäste hundertprozentig zustimmen: Lernen und Spaß sollten zusammengehören.

Weitere Infos zur Schlaumäuse Initiative und Eindrücke von der Veranstaltung gibt es hier. Die neue Software steht kostenfrei für Kindertageseinrichtungen und Grundschulen im Windows Store zum Download bereit. Interessierte Einrichtungen können sich dafür hier registrieren.

Verfasst von Katrin Pommer
Communications Manager Corporate Citizenship

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