Digitales Deutschland: Wo stehen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft?

Henrik Tesch

Digitalisierung und technologischer Fortschritt sind mittlerweile feste Bestandteile unseres Alltags. Eine analoge Welt ist für viele von uns kaum noch vorstellbar, und das innovative Potenzial erscheint nahezu grenzenlos. Doch auf Innovationen zu setzen bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen. Im Rahmen unserer neuen Veranstaltungsreihe „Digitales Deutschland“ wollen wir daher gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft darüber diskutieren, wie sich der wirtschaftliche und gesellschaftliche Wandel durch die Digitalisierung zukünftig noch besser gestalten lassen. „Wo stehen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft?“ war in diesem Zusammenhang die Leitfrage unserer Auftaktveranstaltung am vergangenen Donnerstag im Quadriga Forum in Berlin.

Gleich zu Beginn betonte die Beauftragte der Bundesregierung für Informationstechnik, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe in ihrem Vortrag, dass es eine der zentralen Herausforderungen der nächsten Jahre für Politik und Verwaltung ist, unter der Prämisse „regulierte Selbstregulierung“ eine staatliche Infrastruktur zu schaffen, die unsere Sicherheit im Cyberraum einerseits und wirtschaftliches Innovationspotenzial andererseits dauerhaft gewährleisten kann. Ein funktionierendes Netzwerk zwischen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft sei hier die Koalition der Zukunft.

Direkten Bezug auf unser Motto „Digitales Deutschland“ nahm FAZ-Herausgeber und Buchautor Frank Schirrmacher in seinem anschließenden Vortrag. Unsere Gesellschaft bewege sich auf eine Volldigitalisierung zu, die Bürger vor die zentrale Herausforderung stelle, damit umgehen zu lernen und die Veränderungen unserer sozialen Physik zu identifizieren. Hierzu bedürfe es eine Vielzahl digitaler Fachleute. Nur unter diesen Umständen könnten technologische Visionen entstehen und die richtigen Investitionen getätigt werden. Er forderte unsere Gesellschaft dazu auf, „Undenkbares zu denken“.

Die anschließende Podiumsdiskussion, an der auch Marianne Janik aus der Microsoft-Geschäftsführung teilnahm, bot eine Vertiefung der vorgetragenen Thesen. Marianne Janik unterstrich noch einmal die Verantwortung, die sich aus innovativem unternehmerischem Handeln ableite, und rief zu einem aktiven Dialog der beteiligten Akteure auf, da auch der Staat eine Rückkopplung in die Wirtschaft brauche. Eine stärkere gesellschaftliche Medienkompetenz sei hier der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft.

Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich für die Teilnahme und die interessanten Gespräche im Nachgang bedanken und hoffe, dass ich Sie im November zum Thema „Mobile Kommunikation“ wiedersehen werde.

Henrik Tesch
Leiter Politik und gesellschaftliches Engagement

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